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published: 04.11.02 12:43
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Datenbanken ehemaliger Schüler im Netz

Das virtuelle Klassentreffen

Auch diese Schüler könnten nach ihrem Abschluss die Online-Datenbanken nutzen. Foto: Archiv
Düsseldorf (rpo). Was macht eigentlich Kathrin aus dem Mathekurs? Und wohin ist bloß Banknachbar Thomas gezogen? Die Suche nach ehemaligen Klassenkameraden ist Jahre nach dem Abschluss ziemlich aufwändig. Hilfe naht im Netz in Form von Ex-Schüler-Datenbanken.

Ein Klassentreffen zu organisieren ist keine leichte Aufgabe. Adressbücher wälzen, Eltern anrufen, mit der Auskunft telefonieren - bis alle aktuellen Anschriften der Ex-Schulkollegen gefunden sind, können Wochen vergehen. Dabei muss dieser Aufwand nicht sein. Im Internet gibt es mehrere Datenbanken, in denen sich ehemalige Schüler registrieren lassen können. Die Abschlussjahrdatenbank, kurz www.abjadaba.de, bietet Adressen und Informationen von über 17.000 ehemaligen Schülern. Bundesweit sind 2.453 Schulen in 1.063 Orten registriert, vom Abendgymnasium bis hin zur Waldorfschule ist alles dabei.

Gesucht werden kann nach Postleitzahlen, Schultyp und Stadt. Ist die Schule bereits eingetragen, muss der jeweilige Jahrgang gewählt werden, um auf ehemalige Klasenkameraden zu stoßen. Deren Daten sind allerdings aus Gründen des Datenschutzes nicht frei einzusehen. Wer Kontakt mit einem früheren Mitschüler aufnehmen möchte, kann eine Email schicken. Wenn die Schule über eine eigene Homepage verfügt, gibt es es Link dazu auch in der Abschlussjahrdatenbank. Zudem bietet die Page ein nach Jahrgängen und Schulen sortiertes Messageboard an, das zur Kommunikation genutzt werden kann.

http://www.passado.de/
http://www.abjadaba.de/
http://schueler-mails.de/
abschlussjahr.de

Ein ähnliches Angebot bietet die Seite www.passado.de. Damit nicht jeder Surfer Zugang zu den Daten hat, können die angemeldeten Passado-Mitglieder selbst bestimmen, für wen sie Namen und Adresse sichtbar machen: Darf jeder Surfer gucken oder nur ein ehemaliger Jahrgangskamerad? Auch bei www.schueler-mail.de haben sich zahlreiche Ex-Pennäler eingetragen. Über 15.000 sind bereits registriert, heißt es auf der Seite, die noch mehr zu bieten hat als die Adressen der früheren Mitschüler. Hier gibt es Grußkarten, Links zu Schul- und Unihompages und Nachhilfeinstituten - eine Site, die sich ausdrücklich auch an Noch-Schüler richtet. Praktisch ist auf dieser Seite, dass man sich nicht erst zur eigenen Schuole durchklicken muss, um bekannte Namen aufzuspüren: Neuzugänge werden auf der Homepage angekündigt. Für Auflockerung sorgt ein Bereich mit von Usern geschriebenen Schul-Anekdoten und Pennäler-Erinnerungen.

Fotos von Ehemaligen sind bei abschlussjahr.de zu sehen. Zusätzlich gibt jedes Mitglied neben den üblich Daten an, was es seit dem Abschluss alles gemacht hat: Von Kinderkriegen bis hin zum Doktortitel ist hier alles vertreten. Zugriff zu diesen Informationen hat allerdings nur, wer sich selbst registriert.

Das Interesse an den Schuldatenbanken ist groß. Noch vor einem Jahr waren in sämtlichen Portalen nur etwa halb so viele Mitglieder registriert. Bislang ist es aber noch schwierig, mehrere Klassenkameraden des eigenen Abschlussjahrgangs zu finden. Wenn überhaupt sind nur wenige ehemalige Mitschüler registriert. Dabei könnte das nächste Klassentreffen so einfach werden: Ein Klick, und die aktuellen Daten aller Ehemaligen sind da. Dann wüsste man sofort, dass Kathrin aus dem Mathekurs inzwischen Juristin ist und Banknachbar Thomas jetzt in Kanada lebt.

Netzreporterin: Corinna Kuhs

 


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