 Datenbanken ehemaliger Schüler im
Netz
Das virtuelle Klassentreffen
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Auch diese Schüler könnten
nach ihrem Abschluss die Online-Datenbanken nutzen. Foto:
Archiv |
Düsseldorf (rpo). Was macht eigentlich Kathrin
aus dem Mathekurs? Und wohin ist bloß Banknachbar Thomas gezogen?
Die Suche nach ehemaligen Klassenkameraden ist Jahre nach dem
Abschluss ziemlich aufwändig. Hilfe naht im Netz in Form von
Ex-Schüler-Datenbanken.
Ein Klassentreffen zu organisieren ist keine leichte Aufgabe.
Adressbücher wälzen, Eltern anrufen, mit der Auskunft telefonieren -
bis alle aktuellen Anschriften der Ex-Schulkollegen gefunden sind,
können Wochen vergehen. Dabei muss dieser Aufwand nicht sein. Im
Internet gibt es mehrere Datenbanken, in denen sich ehemalige
Schüler registrieren lassen können. Die Abschlussjahrdatenbank, kurz
www.abjadaba.de, bietet Adressen und Informationen von über 17.000
ehemaligen Schülern. Bundesweit sind 2.453 Schulen in 1.063 Orten
registriert, vom Abendgymnasium bis hin zur Waldorfschule ist alles
dabei.
Gesucht werden kann nach Postleitzahlen, Schultyp und Stadt. Ist
die Schule bereits eingetragen, muss der jeweilige Jahrgang gewählt
werden, um auf ehemalige Klasenkameraden zu stoßen. Deren Daten sind
allerdings aus Gründen des Datenschutzes nicht frei einzusehen. Wer
Kontakt mit einem früheren Mitschüler aufnehmen möchte, kann eine
Email schicken. Wenn die Schule über eine eigene Homepage verfügt,
gibt es es Link dazu auch in der Abschlussjahrdatenbank. Zudem
bietet die Page ein nach Jahrgängen und Schulen sortiertes
Messageboard an, das zur Kommunikation genutzt werden kann.
Ein ähnliches Angebot bietet die Seite www.passado.de. Damit
nicht jeder Surfer Zugang zu den Daten hat, können die angemeldeten
Passado-Mitglieder selbst bestimmen, für wen sie Namen und Adresse
sichtbar machen: Darf jeder Surfer gucken oder nur ein ehemaliger
Jahrgangskamerad? Auch bei www.schueler-mail.de haben sich
zahlreiche Ex-Pennäler eingetragen. Über 15.000 sind bereits
registriert, heißt es auf der Seite, die noch mehr zu bieten hat als
die Adressen der früheren Mitschüler. Hier gibt es Grußkarten, Links
zu Schul- und Unihompages und Nachhilfeinstituten - eine Site, die
sich ausdrücklich auch an Noch-Schüler richtet. Praktisch ist auf
dieser Seite, dass man sich nicht erst zur eigenen Schuole
durchklicken muss, um bekannte Namen aufzuspüren: Neuzugänge werden
auf der Homepage angekündigt. Für Auflockerung sorgt ein Bereich mit
von Usern geschriebenen Schul-Anekdoten und Pennäler-Erinnerungen.
Fotos von Ehemaligen sind bei abschlussjahr.de zu sehen.
Zusätzlich gibt jedes Mitglied neben den üblich Daten an, was es
seit dem Abschluss alles gemacht hat: Von Kinderkriegen bis hin zum
Doktortitel ist hier alles vertreten. Zugriff zu diesen
Informationen hat allerdings nur, wer sich selbst registriert.
Das Interesse an den Schuldatenbanken ist groß. Noch vor einem
Jahr waren in sämtlichen Portalen nur etwa halb so viele Mitglieder
registriert. Bislang ist es aber noch schwierig, mehrere
Klassenkameraden des eigenen Abschlussjahrgangs zu finden. Wenn
überhaupt sind nur wenige ehemalige Mitschüler registriert. Dabei
könnte das nächste Klassentreffen so einfach werden: Ein Klick, und
die aktuellen Daten aller Ehemaligen sind da. Dann wüsste man
sofort, dass Kathrin aus dem Mathekurs inzwischen Juristin ist und
Banknachbar Thomas jetzt in Kanada lebt.
Netzreporterin: Corinna
Kuhs
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